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(33) Eine Geschichte zum Gruseln:
(34) Eine teilweise wahre Begebenheit:
| Der Tote vom Trebeltal |
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„Heeh, sitz
gerade.“ Der vordere Reiter hatte sich umgesehen und bemerkt, daß der
hinter ihm Reitende ziemlich schräg auf seinem Pferd hing. Ärgerlich
stellte er fest, daß der noch nicht einmal korrekt auf dem Schecken sitzen
konnte. Dabei war es noch früh am Morgen und der andere müßte eigentlich
ausgeruht sein.
Er hielt seinen Fuchs an und ließ den Nachfolgenden dicht heranreiten. Jetzt konnte er sehen, daß sich der zweite Mann mit einer Hand die Seite hielt. Die Hand lag auf einer Stelle eines von Blut verschmierten Hemdes, doch das rührte den Ersten keineswegs. Sein Blick ging nach unten auf die Beine des anderen. Er konnte sehen, daß dessen Fußfesselung korrekt war. Das reichte seiner Meinung nach, um schnell weiter zu kommen. Der erste Reiter schob den Hinterherreitenden wieder gerade auf’s Pferd und höhnte: „Nun hab dich nicht so, die restlichen Kilometer werden wir ebenfalls schaffen. Dann werde ich dich abliefern, man erwartet uns schon.“
Ohne die Antwort zu hören, trieb er sein eigenes Pferd zur größtmöglichen Eile an. Das fiel sofort in Galopp. Das andere folgte dem Voranreitenden, ohne ein Kommando des eigenen Reiters abzuwarten. Jeder Pferdekenner würde sofort feststellen, daß der Führende auf einem älteren und erfahrenen, der Zweite aber auf einem jungen und nervigen Pferd saß. Diese Vermutung wurde sofort bewiesen, denn das mit dem Gefesselten entdeckte plötzlich für ein unvorbereitetes Pferd Außergewöhnliches am Wegesrand, irgendeine Gegebenheit, die das erfahrene Pferd vorher einfach ignoriert hatte. Schon sprang es los. Ab ging es, den ersten Berg hinauf, sodann einen Abhang hinunter. Das Pferd sprang in großen Sätzen über ein kleines Feld und danach durch eine lichte Hecke, dabei blieb ein dorniger Zweig in seinem Schweif hängen. Wohl aus diesem Grunde machte es ein Täuschungsmanöver, schlug es einen pferdeunüblichen Haken, so daß sein Reiter aus dem Sattel rutschte. Zunächst hatte der noch mit kreisenden Armen versucht, das Gleichgewicht zu finden, was ihm aber nicht gelang. Vom Pferd konnte er trotzdem nicht abgeworfen werden, da er an den Füßen gefesselt war. Mit dem Kopf krachte er auf dem Boden auf. Da das Pferd sich aufgepeitscht hatte, sprang es wie wild hin und her, dabei schlug der Mann immer wieder auf, auch an Steine, die überall auf dem Feld verstreut lagen und wurde mehrmals von den Pferdehufen getroffen. Es wäre bemerkenswert zu nennen, würde der Mann den Ritt überleben.
Den
unverletzten Reiter kümmerte das Schicksal des
Gestürzten wenig, rücksichtslos ritt er an das verunsicherte Pferd heran, fing es, beruhigte es und brachte es zum Stehen. Dann sprang er ab und hob und kümmerte sich erst jetzt um den Gefesselten. Er schob ihn wieder aufrecht auf das Pferd. Damit der nicht noch einmal stürzen konnte, kontrollierte er erneut die Fußfessel und band sie fester zusammen, sowie den Oberkörper des Verunglückten an den Pferdehals.
An der Trebel, einem kleinen Flüßchen in Vorpommern, unweit von Rekentin, standen in den letzten Schwaden, die vom Fluß aufstiegen, zur gleichen frühen Morgenzeit zwei Angler und beobachteten im grellen Licht der aufgehenden Sonne den eben beschriebenen Vorfall.
Erschrocken hielten sie inne und besprachen das Geschehene. Beide waren sich einig, daß der Mann nur tot sein konnte, denn warum sonst würde der Erste es so eilig gehabt haben und der Stumme, Gefesselte und mehrfach Verletzte, sein Schicksal so teilnahmslos erdulden. Er konnte nur hinüber sein! Beide beschlossen, sofort die Polizei davon in Kenntnis zu setzen. Der eine wühlte sein Handy aus dem beiliegenden Rucksack und rief die Polizei auf dem nächsten Revier in Franzburg an.
Das Gespräch verlief wie folgt:
„Bin ich mit der Polizei verbunden?“
„Ja.“
„Ich möchte einen Vorfall melden?“
„Wollen Sie eine Anzeige machen?“
„Kostet das Geld?“
„Das kommt darauf an, was Sie anzeigen möchten, welche Konsequenzen ihr Anruf hat.“
„Darf ich Ihnen erst einmal erzählen, was wir, das heißt mein Kumpel Frank und ich, beim Angeln in der Trebel vor einem Augenblick beobachtet haben?“
„Nun schießen Sie schon los.“
„Wir haben gerade eben zwei Reiter beobachtet. Vorneweg reitet ein Cowboy, ein knallharter Typ. Er bringt einen gefesselten Indianer in Richtung Grimmen. Plötzlich brach das Pferd des Indianers durch. Weil er an den Füßen gefesselt ist, rutschte der Indianer vom Pferderücken und schlug mehrmals mit dem Kopf auf dem Boden auf. Wir sind der Meinung, daß der Mann tot ist. Der als Viehtreiber Verkleidete fing das Pferd wieder ein und band den Toten auf den Pferderücken. Wenn Sie sich beeilen, können Sie den Entführer an der Brücke von Zarrentin festnehmen, das ist der nächste Ort in der Richtung, die er eingeschlagen hat... Sie sagen ja überhaupt nichts! Haben Sie alles mitbekommen?“
„... Haben Sie heute schon getrunken? Meinen Sie wirklich, daß SIE und IHR Freund einen Cowboy und einen Indianer gesehen haben, daß der Indianer gefesselt ist und trotzdem vom Pferd stürzte?“
„Ja. Und nun ist er tot. - Warum glauben Sie mir nicht?“
„Ich... ich glaube Ihnen. Wir werden alles überprüfen. Wir sind gleich bei Ihnen. Wie war doch gleich Ihr Name und der Ihres Freundes? Von wo rufen Sie an?“
„...“
Der Angler war baff. Bing! Er drückte die Beendigungstaste. Seinem Freund sagte er: „Laß uns hier verschwinden, sonst sind wir am Ende womöglich noch die Täter.“ Eilig packten sie ihre Sachen und machten, daß sie wegkamen von diesem unheimlichen Ort.
In Franzburg hatten mehrere Polizisten die Aufzeichnungen verfolgen können. Einige bewegten immer wieder verneinend die Köpfe hin und her, sie waren sich darüber uneins, ob das soeben Gehörte passiert sei, und wenn ja, was wirklich geschehen sein könnte.
Schließlich stiegen zwei von ihnen in das verbeamtete Fahrzeug und fuhren zuerst nach Rekentin. Hier entdeckten sie tatsächlich die taufrischen Spuren von zwei Pferden auf dem Weg in Richtung Zarrentin.
„Dieser Teil der Geschichte ist auf
jeden Fall erst einmal wahr“, äußerte einer von ihnen. Sie sprangen erneut
in ihr Auto und fuhren über Gremersdorf an die Zarrentiner Brücke.
‚Was würde sie hier erwarten?‘, war die wichtigste Frage. Zum zweiten wollten sie erkunden, ob es tatsächlich einen Toten gegeben hatte und der wirklich ein Indianer sei?
An der Brücke angekommen, untersuchten sie auch hier den Weg, um festzustellen, ob die beiden Reiter schon entlang geritten sind. Das war nicht der Fall, deshalb versteckten sie ihr Fahrzeug hinter großen Büschen, die sich linkerhand unweit der Brücke befinden und blieben gleichfalls dort stehen.
Dann warteten sie, harrten ungeduldig und hielten Ausschau nach dem Verbrecher und dem Toten.
Schließlich
entdeckten sie in der Ferne zwei Reiter, die langsam immer näher auf sie zu kamen. Nach einer Weile war offensichtlich: Der vordere Reiter bewegte sich in vertrauter Weise, drehte sich aber ständig nach dem hinteren um. Der wiederum saß steif im Sattel und hatte auch ansonsten eine unnormale Haltung... und ist tatsächlich ein Indianer! Der eine der Polizisten öffnete die Sicherungsschnalle seines Pistolenhalfters und ließ die Hand locker auf dem Pistolengriff liegen.
Dann kamen die Reiter. Der vordere sah normal aus, der hintere aber ist... eine lebensgroße, bewegliche Schaufensterpuppe.
Die Polizisten traten aus dem Schatten der Hecke und stellten erleichtert fest: „Schöner Tag heute. Wo wollen Sie beide denn hin reiten?“
Ich lächelte, drehte mich um, zeigte auf meinen Reitkameraden und erklärte beiden: „Unser Indianer-Verein richtet heute eine Indianistikausstellung im Grimmener Museum ein. Ich habe zugesagt, indianische Ausrüstungsgegenstände auszustellen. Und damit sie möglichst gebraucht aussehen, habe ich sie gleich mal dem Pferd und der Puppe angelegt. Nachher in Grimmen sieht jeder Besucher, daß diese Sachen echt sind.“
Indem ich mich verabschiedete und meinen Ritt fortsetzte, sah ich in zwei unbefangene Polizistengesichter.
Nachsatz:
So ungefähr würde ich eine Zeitungswerbung für eine Indianistik-Ausstellung aufsetzen.
(35) Einsendung zur Ausschreibung 30 Jahre Indian Week im Jahre 2002:
| Der Eine und die nackten Zwei |
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Es war einmal und war auch nicht ein Mann, der fertigte sich ein prächtiges Outfit aus den teuersten Materialien und nach den besten Anleitungen, für die er manche Beziehung hat wirken lassen. Ebenso verwendete er neue, erlesene, dekorative und neonfarbige Stoffe, die bisher wenigen zugänglich waren und außerdem Seidenbänder, die für ihre Seltenheit berühmt sind. Dazu wählte er Moccasins, Hemd und Leggings der Stämme, die für ihre Kunstfertigkeiten in aller Munde sind. Und er vervollständigte seine Gesamterscheinung durch attraktive Ketten und die berühmteste Haarfrisur.
Bis zum Vortag der Week hatte er emsig gearbeitet, um wiederum als Held aufzutreten. Er befragte den Spiegel in seiner Wohnung: „Bin ich nicht der Schönste im ganzen Land?“
Da der nicht reagierte, klingelte er beim Nachbarn und fragte ihn. Jener schaute ihn etwas perplex an und antwortete: „Ich weiß es nicht. Ich kann dich mit niemandem vergleichen.“
Wieder vor dem Spiegel, ersetzte er die ungenügende Antwort durch eine eigene: „Du wirst immer das sein, was jeder in dir sehen will, für deine Nachbarn bist du ein Gestriger, für die Indianisten der Attraktivste auf dem ganzen Gelände!“ Und er dachte sich: ‚Aber darüber rede ich besser nicht, andere könnten neidisch werden!‘
Am Eröffnungstag der Week lief ein genau Dreißigjähriger, als moderner, auffallender Zeitgenosse und Indianer über das Gelände. Seine Hände trugen alles was sie hatten ergreifen können. Seine Rückseite bedeckte ein riesiger Tanzschmuck - ein Rad aus Federn. Er wußte, sein neuer Tanzschmuck würde auf den Betrachter noch wirken, wenn er schon lange vorbei war!
Einige derjenigen, die ihn sahen, bestaunten ihn, meinten bewundernd: „Was du trägst, ist ganz toll, wer hat es gefertigt?“ Diese Aussage machte ihn stolz. Andere, die ihn bemerkten, blieben skeptisch: „Dich gibt es eigentlich nicht!“ Diesen Stimmen hörte er weniger gern zu, ließ nur gelten: ‚Du trägst die tollsten Sachen, die Mode, die »In« ist.‘
Sein Ego bestätigte diese Gefühle, ließ den Kopf noch weiter heben, denn er wußte, bis zum nächsten Jahr würde er urwüchsigen Indianern historische Sachen, ja sogar eine Societymedizin abkaufen können. 2003 werden die anderen noch mehr staunen! ...Dann werde ich eine Gesellschaft gegründet haben, die durch diese echte Insignie alles Bestehende der Lächerlichkeit preisgibt!
In seiner Begeisterung probierte er etwas Neues: Er hatte erfahren, daß seine Vorbilder einen Indianerschritt erfanden, der es ihnen ermöglichte, sich durch regelmäßig wiederkehrendes Gehen vom Laufen auszuruhen und so Kraft zu sparen. Ihm war wichtig, als Erster den Indianerschritt auf der Week praktisch anzuwenden! Also probierte er ihn.
Er brachte zusammen, was nicht zusammengehört.
Am Rande des Kreises der Tipis saßen zwei altehrwürdige Herren, mit dem Nötigsten am Körper und mit einer gelassenen Ausstrahlung. Jeder trug seine abgenutzten Moccasins sowie das spärliche Lendentuch. Sie sprachen über ihren Alltag und die Freude, hier zu sein. Als der Mann auf sie zu kam, vergaßen die zwei Männer für einen Moment ihre Rauchpfeifen. Sie schauten, wie merkwürdig sich der Mann bewegte.
Als er vorbei war sagte der Eine: „Schau dir den armen Irren an. Weißt du noch, vor 30 Jahren, als alles begann, haben wir uns genauso gefühlt!“
„Meinst du wirklich, sind wir so aufgetreten?“
„Etwa so ähnlich!“
„Ob er uns in diesem Jahr etwas über sein wahres Leben anvertraut?“ fragte der Andere. „Oder ob er, wie im vergangenen, Heldentaten erzählt und sich mit einem großen Essen Seelen einkauft, die in Wirklichkeit nur Hunger haben?“
„Daß er noch lernen muß, wird ihm das Leben lehren. Aber das ist die Jugend, die noch nicht weiß, daß es nicht auf die Hülle ankommt, sondern auf den Kern.“
„Ich frage mich nur, wie lange er das durchhält... und wann er ein wenig Indianer wird.“
(36) Sie wissen ja wie das mit Themen ist, die irgendwer irgendwo irgendwann gehört haben will. Bis man selbst davon erfährt ist manches dazu gedichtet und anderes verloren gegangen.
Auch ‚Borste‘, einer meiner Gefährten aus dem Hobby, kennt mal wieder „das Neueste über Indianer“, erzählt von einem Gespräch in Berliner Regierungskreisen:
| Zukunftsaussichten |
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Glosse
„Schon gehört? In Deutschland soll das Indianerspiel verboten werden?“
„Aber das ist doch nur ein Kinderspiel“, winkte der Zuhörer ab.
„Bisher war es das, doch die Stimmen der gebürtigen Indianer, die sich dadurch verkauft und verletzt fühlen, sind lauter geworden. Zunächst soll ein Staranwalt aus New York klären, inwieweit die Würde der nordamerikanischen Ureinwohner verletzt wurde und wird.“
„Ich habe eine Zwischenfrage...“, drängelte der Zuhörer und erkundigte sich: „Gehört nicht die Indianerkultur inzwischen zum Weltkulturgut?“
„Was soll diese Anspielung? - Es ist das Gleiche, wie..., als wenn Sie den amerikanischen Präsidenten kritisieren. Ihn zu kritisieren ist Völkermord!“
„Ist das nicht ein wenig zu hart formuliert? Wie will man den Kindern verbieten, Indianer zu spielen?“
„Man wird eine Reihe von Maßnahmen einleiten. Zum Beispiel wird es keine gefärbten Hühnerfedern, keine Plastetomahawks und keine schwarzen Perücken mehr zu kaufen geben. Außerdem sollen die Softwarehersteller angeregt werden, hochwertige Strategiespiele der europäischen Kriege der Vergangenheit zu entwickeln. Das ist vernünftiger, als redliche Indianer zu verunglimpfen.“
„Und was will man mit den sogenannten Indianerfilmen machen, den Filmen, die Nichtindianer gedreht haben oder in denen sie als Schauspieler wirken? Außerdem haben wir ein Problem mit den Indianerbüchern“
„Die lagern wir in die Reservatenkammer ein.“
„Ich habe gehört, daß es Indianervereine gibt. Wie will man da verfahren?“
„Zuerst schicken wir ihnen die GEMA. Die wird dafür sorgen, daß keine indianischen Songs mehr kostenfrei gesungen werden. Und in Zukunft werden neue Gesetze dafür sorgen, daß diese Hinterwäldler nicht machen können was sie denken. Wir arbeiten an modernen Richtlinien, die diese Kulturflüchter ganzheitlich beschäftigen werden. Wir werden für ihre Auslastung sorgen.“
„Stehen Sie nicht ziemlich allein mit dieser Ansicht?“
„Ohne es zu ahnen unterstützen uns die Naturschützer und die Antiraucherbewegung.“
„Wie meinen Sie das?“
„Den Indianern selbst nimmt man durch die Antirauchergesetze ein Stück Religion. Man verunglimpft sie.“
„Was sagen die Indianer dazu?“
„In Amerika hat man vor allem Angst. Und Sie wissen ja selbst, daß die Indianer inzwischen christianisiert sind.“
„Und dann stört es, daß einige Verrückte hier in Deutschland Indianer spielen?“
„Es geht ums Prinzip. Und darum sollte es immer gehen! Wo kommen wir denn hin, wenn jeder machen kann, was ihm gerade einfällt? In wenigen Jahren hätten wir eine andere Gesellschaft. - Und das wollen Sie doch auch nicht - oder?“
„Um Himmels willen. Dann müßte ich ja wirklich arbeiten.“
Freilich habe ich mir anschließend darüber Gedanken gemacht, wie eine große deutsche Tageszeitung dies wohl ausschlachten würde. Hier das Ergebnis:
Indianer kontra Indianerspiel
Erneut Gewitterwolken über Deutschland!
Der weit über die Grenzen der USA bekannte und durch seine spektakulären Erfolge berüchtigte Staranwalt Mc Joke aus New York hat seinen nächsten Feldzug begonnen: Teile unserer Bevölkerung werden bald ihre Hobbysachen verstecken müssen, denn die Indianer Amerikas haben auch den Deutschen Indianisten den Kampf angesagt. Sie haben es ein für alle Male satt, ständig durch Deutsche wie Karl May und seine Nachfahren (Bully Herbig: „Der Schuh des Manitu“) in ihrer Ehre verletzt zu werden. Einige Dakota um Mr Russel Beans fühlen sich durch die ständigen Provokationen der Europäer in ihrer Ehre verletzt. Er kritisiert: „Millionen Deutsche laufen in die Kinos und amüsieren sich darüber, wie indianische Kultur der Lächerlichkeit preisgegeben wird. Das kann nicht so weitergehen. Was in Europa einen Angriff auf die Lachmuskeln bedeutet, ist nichts anderes als eine Beleidigung der Nativ Peoples. Insbesondere danken wir Rußland, dessen Kritiker den deutschen Film „Der Schuh des Manitu“ verrissen haben. Die Europäer stehlen uns die religiösen Symbole, verwenden sie nicht nur falsch sondern unbedacht. Sie tragen fast ausschließlich die Kleidung von weisen Männern und fühlen sich als Häuptlinge obwohl sie dazu keinerlei Berechtigung haben. Zuerst sollte man die Indian Singers und die Powwow-Tänze verbieten! Wir schließen auch weiterführende Maßnahmen nicht mehr aus.“
Inzwischen geht es um eine Millionenklage. Es geht also um den Diebstahl von Musik, Tanz und Leitgedanken, um die Identität mehrerer indianischer Völker.
Für den Ankläger ist die Klage gegen private Einzelpersonen uninteressant, denn eine Systematik ist zu bekämpfen. Mr Mc Joke beruft sich auf ein neues Gesetz der UNESCO, nach dem die Kultur der Indianervölker unter Schutz gestellt wird. Danach ist es unverantwortlich, lebende Kulturen in irgendeiner Form zu verunglimpfen oder indirekt für ihre Ausrottung zu sorgen. Trifft man die Verbände und die Industrie, erreicht man auch die Nachhut.
Staranwalt Mc Joke hat bereits einige Schuldige benannt: Herr Michael Herbig wird sich zu verantworten haben! Auch die Chiefs der Indianistikbünde Deutschlands werden nicht nur ihre Federn ablegen müssen.
In unserer morgigen Ausgabe berichten wir über folgendes Thema:
Mehrere Indianer-Interessierte verstecken sich bereits vor der Öffentlichkeit, mieten Scheunen und tanzen in privaten Wohnzimmern sinnestötende Kriegstänze. Wenige haben sich bereits entschieden, sagten uns: „Da machen wir nicht mehr mit! Das ist uns einfach zu zeremoniell!“
Auch Herr „Bully“ Herbig hat bereits Konsequenzen gezogen und wird mit seiner chaotischen Crew in den unendlichen Weiten des Weltalls untertauchen. Aber, so heißt es, er wird zurückkehren und die Welt retten...
Wollen wir hoffen, daß es die schwule Raumschiffcrew tatsächlich schafft, anders als die Superhelden zuvor, die Welt von einem ihrer Übel zu befreien.

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