| |
Lasst die schwarzen Vögel tanzen!

Wichtiges im Leben der „Indianer“ vollzieht sich im
Kreis. Diese Prägung ordnet ihr Denken. – Gern würde
ich mir dieses Geistesgut zu Eigen machen, aber es funktioniert
nicht. Was ich auch anstelle, mein Leben in Deutschland kann die
Kreisform nicht erreichen. Wer sich – wie ich – in seinem
Freizeitleben intensiv mit Indianern beschäftigt, spürt
Ecken und Kanten. Und die wiederum sorgen für Brüche.
Mein „Hobby“ ist es, „deutsches Indianerleben“
zu beschreiben. Das Leben von „Helden" verläuft
nur so lange geradlinig, bis Veränderungen eintreten. Folglich
ergeben sich Ecken der Neuorientierung. Das Ergebnis werden einmal
zwölf Bücher sein, die Lebensabschnitte beschreiben. Gleichwohl
ergibt sich nicht allein daraus ein „Zwölfeck“.
Diesen Begriff benutze ich gern, weil die Lebensart von DEUTSCHEN
INDIANERN den traditionellen KREIS der Native Americans nur tangieren
kann. – Die so entstandenen Bände sind dennoch keine
Indianerliteratur, obwohl dieser Eindruck vordergründig erzeugt
wird. (Ich benutze das deutsche Indianertum insbesondere als
Informationsträger.)

Band 1: Von Moccasins getrampelte Pfade
Inhalt: Abenteuer und Erzählungen vom Spätherbst 1970 bis Frühjahr 1974
Schwerpunkte des Bandes:
Die Idee eines heute lebenden Europäers, die Welt simultan
„als Indianer“ zu erleben, kann, so wird man meinen,
nur die Idee eines Kindes oder Außenseiters sein. –
Für die Allgemeinheit wird dieser Satz zutreffen, doch es gibt
einige, die bewahren sich diesen Gedanken aus frühester Jugend
bis ins hohe Alter. Sie geben sich nicht damit zufrieden, dass „Indianer“
im Denken der Deutschen zumeist Karl-May-Figuren sind. Sie suchen
nach Quellen, die ihre Fragen erschöpfend beantworten. Sie
finden Bücher und... in diesem Fall einen Indianerverein. Sie
ziehen sich Moccasins an und beginnen als Indianer zu trampeln.
– Der erste Band beschreibt den Weg eines Suchenden. Er stellt
gleich Gesinnte vor und ihre persönlichen Ziele. Mancher der
neuen Gefährten hat eine Macke, doch die nimmt „der Held"
hin, da sein Interesse, über Indianer mehr wissen zu wollen,
nicht so einfach zu erschüttern ist. Immer wieder stellen ihn
seine Lehrer und Gefährten Aufgaben, die sich irgendwann als
„Greenhornfallen" erweisen. Der Neue hat einfach zu wenig
Wissen, das Spiel DEUTSCHER INDIANER zu durchschauen. Niemand handelt
annähernd so, wie eine der bekannten Romanfiguren. Unaufhörlich
erweisen sich Erzählungen als Luftblasen. Das reale Leben eines
Vereins ist völlig anders. Schließlich kommen die Gefährten
eher durch Zufall in Situationen, in denen sie sich als „Indianer“
beweisen müssen. Manchmal schaffen sie verblüffende Lösungen,
doch etliche Male müssen sie Federn lassen. Die Mitglieder
des Vereins beschäftigen sich mit den Kräheindianern,
einem umstrittenen Stamm der nordamerikanischen Hochprärie.
Wie die Deutschen, haben auch Rabenvögel und Krähenindianer
einen schlechten Ruf. Dessen ungeachtet sind die Überlieferungen,
die Spekulationen und die Erfolge so überzeugend, dass sie
Sympathisanten finden. Manche Ideen erweisen sich als machbar, andere
bleiben Fiktionen. Es wird mehr geredet als gehandelt. Nach kuriosen
Versuchen wird das „Indianerspiel" entdeckt. Zugleich
wird das Leben im zeitweise existierenden deutschen Indianerdorf
mit dem realen verglichen. Dabei gibt es eine große Zahl erstaunlicher
Erkenntnisse...
Band 2: Die irren Typen vom Village Lake
Inhalt: Abenteuer und Erzählungen vom Frühjahr 1974 bis Sommer 1980
Schwerpunkte des Bandes:
Der „Held" sammelt Erfahrungen über Erfahrungen. Er ist vor allem Teil einer Gemeinschaft und damit von ihr abhängig. Aus den Jugendlichen werden junge Erwachsene. Immer mehr Träume stellen sich ein. Die ersten größeren Ansprüche werden öffentlich formuliert, doch sie werden im Interesse eines harmonischen Gruppenlebens gedrosselt. Der Reiz der Unschuld verändert langsam sein Gesicht. Vor allem fordert das reale Leben so manches Opfer. Einige der Gefährten entscheiden sich für den konventionellen Weg und veranlassen Konsequenzen.
Für langjährige Indianisten wird das Hobby zum Lebensinhalt, sie erhöhen ihre Ansprüche. Oft bewegt sich jedoch nur ihre Phantasie. Es gibt längere Spannungperioden. Die Abenteuer werden gefährlicher, andererseits auch vergnüglicher. Wiederholt gibt es Momente, da möchten einzelne alles hinwerfen. Einige der Streiter leben inzwischen in Partnerschaften und haben damit zahlreiche wichtige Verpflichtungen übernommen, andere genießen nach wie vor ihre Freiheit. Und es gibt einige, die fragen: 'Was kann man tun, daß ein Hobby nicht zur Belastung wird?' Irgendwie ist man gefangen, doch will man denn ewig Indianer spielen?
Schließlich überrascht und fordert eine neue Tendenz die Leute im Indianerdorf. Mancher fragt sich: 'Was wird geschehen, wenn Grenzgänger zwischen den beiden Welten sich mit extremen Themen beschäftigen?'
Band 3: Rabe, der schwärzeste aller Indianer
Inhalt: Abenteuer und Erzählungen vom Sommer 1980 bis Herbst 1981
Schwerpunkte des Bandes:
Ein neuer Typ stößt zur Gemeinschaft, der sich als Grenzgänger erweist. Nicht nur seine Forderungen sind ungewöhnlich. Für die Theoretiker und bequemen Hobbyisten wird er zur Gefahr und deshalb als Unglücksvogel bezeichnet. Für die nicht müde werdenden Abenteurer wird er zum Vorbild und ein echter Gefährte.
Immer spezifiziertere Fragen wollen beantwortet werden:
Wo werden die bisher unbescholten, indianischen Outfit-Fetischisten ankommen? Was entwickelt sich, wenn der Grenzgänger schlagartig seine Bestrebungen aufgibt? Werden ihn bisherige Freunde und Kontrahenten akzeptieren, wenn er zum Geschichtenerzähler wird?
Das Erzählen von Geschichten wird für einige der Indianisten zum Mittelpunkt ihres Tuns:
Sie suchen, wo auch immer, nach Erklärungen und finden sie selbst für einen Spiegel und für den Tod.
Mit deutscher Auffassungsgabe werden indianische Märchen erfunden. Da gibt es zum Beispiel ein hübsches Mädchen namens Rabera, das ihrem Freier eine nicht alltägliche Aufgabe stellt.
Und weil die Freunde gerade beim Fabulieren sind... Es ist doch möglich, nicht überlieferte Schöpfungsgeschichten zu erzählen!
Die Gruppe der Indianisten hat zahlreiche Sorgen:
DDR-Staatsorgane vertreiben die DEUTSCHEN KRAEHEN. Jene suchen sich selbst eine Reservation und feiern ihre Freiheit. Welche Umkehrung der amerikanischen Geschichte!
Band 4: Sprung in das Land des Raben
Inhalt: Abenteuer und Erzählungen vom Indianerherbst 1981
Schwerpunkte des Bandes:
Unter den Indianisten gibt es viele Abenteurer, die die Gefühle anderer Indianisten ganz schön durcheinanderbringen können. Doch aus dem Chaos kann auch eine kleine „Indianergemeinschaft" erwachsen.
Inzwischen gibt es drei Grenzgänger, die eine ungewöhnliche Zeitreise unternehmen. Sie selbst werden diese Zeit später als „Zeit des Sturms und Drangs" betrachten, andere werden sie verurteilen.
Vorbild ihrer Aktivitäten ist die Tradition und damit das Prinzip: 'Crow sind Religionsindividualisten!' Damit wird jedes Experiment eine Einzelinszenierung.
Die Zeitreise ins Land der Indianer hat so seine Tücken. Und wie kommt man überhaupt dorthin? Die Grenzgänger werden von echten Indianern getestet und beweisen sich erneut als Anfänger. Nicht jedes Unternehmen kann erfolgreich sein, schließlich sind Indianisten keine richtigen Indianer. Schwer wiegen, trotz aller Erkenntnis, bisherige Erziehung und die völlige Arglosigkeit. Es ist eben nicht einfach, ein Indianer zu sein! Trotzdem verstehen es „die Auserwählten", gemeinsame Prüfungen zu bestehen. Am Ende wirken die neuen Erfahrungen noch lange nach...
Band 5: Die Krähen vom Spree River
Inhalt: Abenteuer und Erzählungen vom Frühjahr 1982 bis Indianerherbst 1985
Schwerpunkte des Bandes:
Der Zeit der Leidenschaft folgt eine Phase der Erholung und der
Stagnation. Einer der Grenzgänger wird zum Opfer und verläßt die
Gemeinschaft, die verbliebenen Unbelehrbaren fangen ganz unten wieder
an. Neu hinzugekommene, abenteuerhungrige Mitglieder bereichern
das Gruppenleben und entwickeln Initiativen ganz anderer Art. Obendrein
gibt es Bestrebungen, die Leistungen der Vorjahre und Älteren, als
„alte Zeit und überholt“ abzuweisen. Inzwischen gibt es mehrere
Familien, die typisch deutsche Probleme haben. Da sind zum Beispiel
Frauen, die ihre Männer selbstbewußt wissen lassen, was sie von
ihnen erwarten. Für die Kinder werden zahlreiche Indianerspiele
erfunden.
Band 6: Ein Rabe ist doch keine Elster!
Inhalt: Abenteuer und Erzählungen vom Indianerherbst 1985 bis Sommer 1988
Schwerpunkte des Bandes:
Den verbliebenen Grenzgängern stellen sich drei neue Gegner entgegen:
das vorwiegende Showitum (namentlich oder personifiziert durch
Showi), der indianische Handarbeit überbewertende Detailfan
(namentlich: ‚Schöne grüne Perle') und der nur Indianerart
gelten lassende Traumtänzer (namentlich: Pepp). Besonders
letzterer hat interessante Vorlieben... Mehrmals gibt es Bestrebungen,
geeignete historische Vorlagen für ein abwechslungsreiches Gruppenleben
zu finden. Die Revierstreitigkeiten des Krähenvolkes und ausgefallene
Aktivitäten der kriegerischen Fuchsbande führen zu größer werdenden
Spannungen. Die Beziehungen zum anderen Geschlecht und die gelegentlichen
„Kontakte“ mit der Staatssicherheit bringen zusätzliche Turbulenzen.
Die Erfahrungen aller mit dem Stoff „Indianer“ werden weiterhin
in Geschichten gepackt. Es werden Fabeln erzählt, die reale Verhältnisse
umschreiben. Die Hauptfiguren werden zu Kriegern gegen allerlei
Gebrechen im Hobby, doch jeder hat seine eigene Methode. Einer der
Gegenspieler bleibt einerseits ein Gestriger, anderseits wird er
zum modernen Powwow-Indianisten. Die Haltung von ‚Rabe' ist zum
Teil erschreckend. Die Freundschaft mit ihm und die daraus entstehenden
Raben-Streitigkeiten, weiten sich aus. Dabei sind eine Vielzahl
interessanter Entwicklungen zu verfolgen, mit denen am Anfang niemand
rechnete. Immer wieder bewegen sich einzelne oder mehrere auf Ebenen,
die selbst Gefährten aus dem eigenen Kreis nicht nachvollziehen
können. Einige wollen anders sein, als von ihnen erwartetet wird!
Es gibt eine Anzahl Versuche, Uneinigkeit zu betonen. Jede Streitigkeit
verwandelt sich in einen schwarzen Rabenvogel und fliegt davon.
Wohl deshalb haben sich in den letzten Jahren die Rabenvögelschwärme
unzählbar vermehrt und existieren eine Reihe furchterregender Geschichten
über diese schwarzen Vögel. Eine vielseitige indianische Figur bekommt
immer mehr Einfluss. Überall drängt sie sich dazwischen. Es ist
der schlitzohrige Coyote.
Band 7: Kojotenzeit
Inhalt: Abenteuer und Erzählungen vom Sommer 1988 bis Sommer 1990
Schwerpunkte des Bandes:
Coyote tritt gegen das Wissen der schwarzen Vögel an und gewinnt
das Rennen. Seine Weltanschauung wird in den Vordergrund gestellt
und färbt auf die Beteiligten ab. Das hat nicht nur banale Konsequenzen.
Es gibt Opfer. Obwohl man gemeinsam schafft, kann man sich nicht
mehr in die Augen schauen. Einige der „Helden“ denken über Konsequenzen
nach.
Band 8: Die In-den-Bauch-Getretenen
Inhalt: Dieser Band beschreibt im Wesentlichen die Jahre 1990 bis 1995.
Schwerpunkte des Bandes:
Ausgangslage Mitte 1989: Die meisten Mitglieder sind verheiratet
oder leben in familiären Beziehungen. Sie sind DDR-sozialisiert.
„Alles geht seinen gemächlichen sozialistischen Gang“, wenn die
Krähen sich nicht gerade streiten. (Anmerkung: Redewendung jener
Zeit)
Der Band beschreibt die Situation im Fürstenwalder Verein Ende 1989:
Die Wende ist da. Durch das geeinte Deutschland gibt es eine Fülle
von Neuentdeckungen… und Problemen. Es gibt nicht nur den Bruch
mit lieb gewordenen alten Gewohnheiten. Es gibt vor allem ein Aufatmen.
Teile der (bisher seßhaften) „Nomaden“ ziehen gen Westen,
wollen mehr, als sich nur neu orientieren. Da ich zu ‚Perlenfrau‘
nach Vorpommern (in den Nordosten) ziehe, ergeben sich
für mich völlig neue (oft rückwärts gewandte) Chancen.
Das Jahr 1990 geht zu Ende: 1990: Die Unvernunft (Geltungssucht)
hat über die Dummheit gesiegt. Der ersten Euphorie folgt die Ernüchterung.
Die westliche „Demokratie“ stellt sich als beworbenes Produkt heraus.
Sie ist eine Mogelpackung. Es gibt bedeutend mehr Produkte als in
der DDR, zum Beispiel bessere und schlechtere Literatur… aber auch
mehr unsinnige Produkte. Es besteht die Aussicht in die USA zu reisen,
allerdings fehlt das Geld. Die meisten erfüllen sich ihre neuen
Wünsche hinsichtlich Material und damit Outfit.
Befremdend und doch weltzugewandt ist das Verhalten bisheriger Freunde. Einige von ihnen gehen vorerst verloren, weil sie in den Westen gezogen sind. Nur dort gibt es gut bezahlte Jobs. Im Osten verlieren etliche Indianisten ihre Arbeit und damit alte Sicherheiten und Hoffnungen. Sie können die Freizeit aus Arbeitsgründen nicht mehr gemeinsam nutzen.
Die meisten der bisherigen Gefährten sind „ins Alter“ (28 bis
38 Jahre) gekommen. Der Fürstenwalder „Indianerclub“, der sich
zu einem „eingetragenen Verein“ umorganisiert hat, stagniert nur
vorrübergehend. Frühere Erfolge ziehen zwar neue Mitglieder an,
doch die bewährte Basis gibt es nicht mehr. Treibende Kräfte haben
dem Verein den Rücken gekehrt, sie haben sich „neue Reviere“ gesucht.
Deshalb verlassen „die Suchenden“ auch den Verein bald wieder. Es
gibt weitere Brüche.
1991, 1992: Week bei Bautzen, erste Erfahrungen mit Westdeutschen.
1992: Als „Schreiberling“ – ohne echte Freunde dastehend – muss ich mir einen neuen Freundeskreis suchen. Ich trete, trotz Warnung, dem Greifswalder Verein bei.
1993 – 1995: Erste Aktionen mit den Greifswalder „Indianern“.
Band 9: Der Pfad zur anderen Seite
Inhalt: Dieser Band beschreibt im Wesentlichen die Zeit von 06.1996 bis 07.2003.
Schwerpunkte des Bandes:
(Anhaltspunkte: Week 1996 bei Seddin (Kähnsdorf), ein
Indianerdorf, Indianerland M-V, die Entstehung meines ersten Buches,
Tod von 'Wolf‘ und 'Wanderer‘ 2003)
Band 10: Ka-hay Totenreich
Inhalt: Dieser Band beschreibt im Wesentlichen die Zeit von 08.2003 bis 06.2006.
Schwerpunkte des Bandes:
(Anhaltspunkte: Aktionen im HGW-Verein, Episoden mit 'Borste‘,
Week 2005 bei Triptis)
Band 11: Die schwarzen Seelen der weißen Clowns
Inhalt: Dieser Band beschreibt im Wesentlichen die Zeit von 07.2006 bis 09.2008.
Schwerpunkte des Bandes:
(Anhaltspunkte: Week 2006 bei Cottbus, die Amerika-Reise
8.2006, Week 2007 einschließlich Olympiade, Week 2008 bei
Triptis) Grenzen sind erreicht. Von einem über
50jährigen erwartet man nicht mehr, dass er „ernsthafte
Indianerspiele“ organisiert. Es ist vieles getan was getan
werden musste.
Es wird spekuliert. Die bewährten „Spiele“ kann
ich nicht mehr organisieren. Ich würde mich der Lächerlichkeit
preisgeben. Mein Kopf erfindet „Spiele“ und „Zeremonien“,
zum Unmut und zur Begeisterung anderer Indianisten. Ich habe Furcht,
dass sich „das Thema Indianistik“ für mich erschöpft
hat.
Band 12: 40 Jahre unter Indianisten
Inhalt: Dieser Band beschreibt im Wesentlichen die Zeit von 10.2008 bis 08.2011.
Schwerpunkte des Bandes:
(Anhaltspunkte: Week 2009 bei Cottbus + Olympiade, Week
2010 bei Biesenthal, Week 2011 bei Seddin (Kähnsdorf), Analysen,
Szene, das Indianerland D)
John Tanner schrieb das Buch „30 Jahre unter den Indianern“.
Erst im Laufe der „Hobbyjahre“ nahm ich mir vor, „30
Jahre unter Indianisten“ zu verbringen. Inzwischen sind es
mehr als 40 Jahre geworden. Ich wollte mehrmals mit meiner „Freizeitbeschäftigung“
brechen. Sie hat tausende schöne Momente aber auch sehr traurige
und endliche. Dieser Band ist gefüllt mit Analysen und Beiträgen.
Dennoch gibt es „reichlich Indianerleben“ in meinem
Umfeld: Der Verein beschließt, seine Webseite „indianer-greifswald.de“
zu nennen. Ich enthalte mich der Stimme.
Nachwort:
Viele haben es schon geahnt, am Anfang faszinierte und bereicherte
das einfache Indianerleben, zwischenzeitlich dagegen bestimmte häufig
Old Man Coyote das Denken und Handeln. Die Bücher begleiten über
viele Jahre mehrere Einzelpersonen, das Schicksal von zwei Vereinen
und die Entwicklung eines Hobbys. Wir lernen waschechte Karl-May-Indianer
kennen, spießige Möchtegerntypen, isoterisch verklärte Glaubensbrüder
und schlitzäugige Coyote-Indianer. Wir nehmen teil an ihren Erfolgen
und können erfahren, wie Niederlagen organisiert werden.
Insgesamt habe ich als Autor das Thema nicht ausgelaugt. Ich habe mich in den letzten Jahren wohl auch deshalb so intensiv dem „Schriftkram" hingegeben, weil der Deutsche Arbeitsmarkt für Menschen über 40 Jahre im Nordosten Deutschlands, in den Dörfern und Städten Mecklenburg-Vorpomerns, kaum Arbeit hat. Es ist eben doch ein richtiges Indianerland.
| |
Copyright © Harald Gündel All Rights Reserved.
|
|